Blackwater: The Rise of the World's Most Powerful Mercenary Army | 
| Autor: Jeremy Scahill Urheber: Jeremy Scahill Verleger: B&T
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Bewertung: 3 Rezensionen Verkaufsrang: 2233
Medium: Taschenbuch Ausgabe: Revised, Update. Seiten: 452 Versandgewicht: 1.2 Maße (innen): 8.3 x 5.6 x 2
ISBN: 156858394X Dewey Dezimalzahl: 355.3540973 EAN: 9781568583945
Publikation: Mai 26, 2008 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen Versand: Express-Versand möglich Versand: Internationaler Versand möglich Zustand: New - Fast shipping from trusted wholesaler with many exclusive publisher contracts. Schiffe aus den USA. 10-14 business days.
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Die Privatisierung der Kriegsfuehrung Mai 22, 2008 Mario Pf. (Oberoesterreich) 4 aus 6 fanden die folgende Rezension hilfreich
Seit dem Beginn des Irak-Kriegs 2003 und der damit verbundenen anhaltenden Besatzungszeit trat in den Medien ein Phaenomen immer wieder besonders hervor, das der privaten Sicherheitsfirmen, die im Irak eine wahre Goldgrube entdeckt haben. Im Zusammenhang mit dieser Entwicklung war es vorwiegend die Firma Blackwater, deren Name spaetestens seit der blutruenstigen Ermordung von 4 ihrer Soeldner am 31. Maerz 2004 in Falludscha in aller Munde ist. Doch was steckt hinter diesem Sinnbild einer modernen "Sicherheitsfirma" die wie keine zweite fuer die Privatisierung der Kriegsfuehrung steht? Democracy Now!-Korrespondent und The Nation-Mitarbeiter Jeremy Scahill hat mit "Blackwater - Der Aufstieg der maechtigsten Privatarmee der Welt" einen wertvollen Beitrag zur Aufklaerung dieser Frage geleistet. Von der Gruendung Blackwaters als Trainingszentrum durch den ehemaligen Navy SEAL und Millionaerssohn Erik Prince, die von der Fachwelt begeistert aufgenommen und begruesst wurde, bis zur Gruendung von Blackwater Security Consulting im Jahre 2002 zeichnet Jeremy Scahill die Geschichte dieses symboltraechtigen Unternehmens nach und laesst dabei auch die politischen Verstrickungen Prince nicht im Dunkeln, der dank seiner Kontakte unter den Neokonservativen und christlichen Rechten schon bald auch einen guenstigen Vertrag mit dem Pentagon schliessen konnte. Moeglich gemacht wurde das nicht nur durch die Besetzung wichtiger Posten mit republikanischen Managern aus Ruestungskonzernen, sondern auch durch Donald Rumsfelds vitales Interesse an einer moeglichst umfassenden Privatisierung der US-Streitkraefte. Bereits Verteidigungsminister Dick Cheney kuerzte unter Bush sen. Das Militaerbudget um 10 Milliarden Dollar und reduzierte die Truppenstaerke von 2,2 auf 1,6 Millionen und legte somit den Grundstein fuer jenen Boom, der 2003 einsetzte, als die USA zusammen mit privaten Militaerfirmen im Irak einmarschierten und wenige Jahre spaeter feststellten mussten, anfangs zu wenig Truppen eingesetzt zu haben. "Im Irak heisst das grosse Geschaeft nach dem Krieg nicht Oel sondern Sicherheit." schrieb die Londoner Times und so wurde das Land von Euphrat und Tigris bald zum El Dorado fuer Sicherheitsfirmen, deren Mitarbeitern nach dem Abgang des US-Verwalters Paul Bremer sogar eine rechtliche Immunitaet (ebenfalls fuer Mord) garantiert wurde. Spitzengehaelter und eine enorme Nachfrage an qualifizierten Personal zogen allerdings auch zwielichtigere Subjekte an, so fanden sich im Dienste Blackwaters zeitweise auch Hunderte Chilenen die einst fuer die Pinochet-Diktatur gemordet und gefoltert hatten. Mitunter zu einem Problem wurden selbst Kaempfer fremder Staatszugehoerigkeit, deren Staaten nicht zur Koalition gehoerten und sich dennoch den gleichen Gefahren von Entfuehrung und Ermordung aussetzten, wie Oesterreichs prominentester Fall Bert Nussbaumer. Einerseits bietet die Kommerzialisierung des Militaersektors auch eine einzigartige Chance fuer ehemalige Militaerangehoerige, die aus Altersgruenden meist ohne grossartige Berufschancen im zivilen Leben verloren wirken. Was FedEx fuer die Postbefoerderung geworden ist, will Blackwater in der Kriegsfuehrung werden, um die staatliche Konkurrenz in jeder Hinsicht auszubooten. Firmen wie Blackwater sind dabei sehr geschickt darin sich oeffentlich zu positionieren und gerade hinter den Kulissen die richtigen Strippen zu ziehen, womit sie auch zum idealen Mittel werden, etwa den Posse Comitatus Act zu umgehen und als schwer bewaffnete Sicherheitstruppen im eigenen Land taetig zu werden, was sonst nur der Nationalgarde auf Anweisung des Gouverneurs oder Praesidenten moeglich waere. Ebenso denkwuerdig ist die Moeglichkeit private Ausbildner im Ausland fuer die Aufstellung von "Sicherheitskraeften" und "Spezialeinheiten" einzusetzen und das auf voellig legaler Basis, ohne in Kongressausschuessen ueber eine verdeckte oder offene Intervention abzustimmen. Ob Outsourcing bei gut belegten Beispielen von Missbrauch durch Gewinnsmaximierung und Rechnungslegung mit kaum vertretbaren Mehrkosten wirklich das Patentrezept fuer die US-Besatzungspolitik im Irak sein kann, ist fragwuerdig. Dessen ungeachtet werben entsprechende Firmen mit immenser Kosteneffizienz und machen so potentiellen staatlichen Auftraggebern ihr Angebot schmackhaft, waehrend sie private Auftragnehmer offensiv ermuntern die Kosten fuer Sicherheitskraefte dem Kunden mit in Rechnung zu stellen. So faszinierend und neuartig diese Idee auf manchen wirken mag, ganz neu ist sie nicht, man versuche sich nur an die Geschichte des Soeldnertums in so manchen Buergerkriegen des 20. Jahrhunderts und im Zusammenhang mit kolonialen Ambitionen erinnern. Obwohl manche Angriffe auf die Neokonservativen und den "militaerisch-industriellen Komplex" einen gewissen ideologischen Anstrich offenbaren, wie auch die Empfehlungen Michael Moores und Naomi Kleins, so gilt es Jeremy Scahill doch ein beachtliches Mass an Glaubwuerdigkeit zuzugestehen. Seine Recherchen beruhen nicht allein auf Werken zum Thema, sondern auch den Interviews mit ehemaligen und grossteils sogar namentlich genannten ehemaligen Blackwater-Mitarbeitern, sowie eigenen journalistischen Recherchen. Ideologie hin oder her, die Quellen werden angefuehrt und was zaehlt ist letztlich die Information und nicht die Aufmachung, an der vielleicht noch jemand Anstoss findet. Sollte das Buch wie angekuendigt im Stile von Michael Moores Fahrenheit 9/11 verfilmt werden ist das fuer dieses kommende Meisterwerk des Enthuellungs-Journalismus eine gebuehrende Anerkennung. Fazit: Jeremy Scahills Blackwater ist gut recherchiert ein exzellentes Beispiel fuer investigativen Journalismus und spannend wie erschuetternd ein Buch das den Leser nicht mehr so leicht los laesst.
Amerikas Soeldner im Krieg fuer Freiheit und Demokratie Mai 12, 2008 Mario Pf. (Oberoesterreich) 9 aus 13 fanden die folgende Rezension hilfreich
Seit dem Beginn des Irak-Kriegs 2003 und der damit verbundenen anhaltenden Besatzungszeit trat in den Medien ein Phaenomen immer wieder besonders hervor, das der privaten Sicherheitsfirmen, die im Irak eine wahre Goldgrube entdeckt haben. Im Zusammenhang mit dieser Entwicklung war es vorwiegend die Firma Blackwater, deren Name spaetestens seit der blutruenstigen Ermordung von 4 ihrer Soeldner am 31. Maerz 2004 in Falludscha in aller Munde ist. Doch was steckt hinter diesem Sinnbild einer modernen "Sicherheitsfirma" die wie keine zweite fuer die Privatisierung der Kriegsfuehrung steht? Democracy Now!-Korrespondent und The Nation-Mitarbeiter Jeremy Scahill hat mit "Blackwater - Der Aufstieg der maechtigsten Privatarmee der Welt" einen wertvollen Beitrag zur Aufklaerung dieser Frage geleistet. Von der Gruendung Blackwaters als Trainingszentrum durch den ehemaligen Navy SEAL und Millionaerssohn Erik Prince, die von der Fachwelt begeistert aufgenommen und begruesst wurde, bis zur Gruendung von Blackwater Security Consulting im Jahre 2002 zeichnet Jeremy Scahill die Geschichte dieses symboltraechtigen Unternehmens nach und laesst dabei auch die politischen Verstrickungen Prince nicht im Dunkeln, der dank seiner Kontakte unter den Neokonservativen und christlichen Rechten schon bald auch einen guenstigen Vertrag mit dem Pentagon schliessen konnte. Moeglich gemacht wurde das nicht nur durch die Besetzung wichtiger Posten mit republikanischen Managern aus Ruestungskonzernen, sondern auch durch Donald Rumsfelds vitales Interesse an einer moeglichst umfassenden Privatisierung der US-Streitkraefte. Bereits Verteidigungsminister Dick Cheney kuerzte unter Bush sen. Das Militaerbudget um 10 Milliarden Dollar und reduzierte die Truppenstaerke von 2,2 auf 1,6 Millionen und legte somit den Grundstein fuer jenen Boom, der 2003 einsetzte, als die USA zusammen mit privaten Militaerfirmen im Irak einmarschierten und wenige Jahre spaeter feststellten mussten, anfangs zu wenig Truppen eingesetzt zu haben. "Im Irak heisst das grosse Geschaeft nach dem Krieg nicht Oel sondern Sicherheit." schrieb die Londoner Times und so wurde das Land von Euphrat und Tigris bald zum El Dorado fuer Sicherheitsfirmen, deren Mitarbeitern nach dem Abgang des US-Verwalters Paul Bremer sogar eine rechtliche Immunitaet (ebenfalls fuer Mord) garantiert wurde. Spitzengehaelter und eine enorme Nachfrage an qualifizierten Personal zogen allerdings auch zwielichtigere Subjekte an, so fanden sich im Dienste Blackwaters zeitweise auch Hunderte Chilenen die einst fuer die Pinochet-Diktatur gemordet und gefoltert hatten. Mitunter zu einem Problem wurden selbst Kaempfer fremder Staatszugehoerigkeit, deren Staaten nicht zur Koalition gehoerten und sich dennoch den gleichen Gefahren von Entfuehrung und Ermordung aussetzten, wie Oesterreichs prominentester Fall Bert Nussbaumer. Einerseits bietet die Kommerzialisierung des Militaersektors auch eine einzigartige Chance fuer ehemalige Militaerangehoerige, die aus Altersgruenden meist ohne grossartige Berufschancen im zivilen Leben verloren wirken. Was FedEx fuer die Postbefoerderung geworden ist, will Blackwater in der Kriegsfuehrung werden, um die staatliche Konkurrenz in jeder Hinsicht auszubooten. Firmen wie Blackwater sind dabei sehr geschickt darin sich oeffentlich zu positionieren und gerade hinter den Kulissen die richtigen Strippen zu ziehen, womit sie auch zum idealen Mittel werden, etwa den Posse Comitatus Act zu umgehen und als schwer bewaffnete Sicherheitstruppen im eigenen Land taetig zu werden, was sonst nur der Nationalgarde auf Anweisung des Gouverneurs oder Praesidenten moeglich waere. Ebenso denkwuerdig ist die Moeglichkeit private Ausbildner im Ausland fuer die Aufstellung von "Sicherheitskraeften" und "Spezialeinheiten" einzusetzen und das auf voellig legaler Basis, ohne in Kongressausschuessen ueber eine verdeckte oder offene Intervention abzustimmen. Ob Outsourcing bei gut belegten Beispielen von Missbrauch durch Gewinnsmaximierung und Rechnungslegung mit kaum vertretbaren Mehrkosten wirklich das Patentrezept fuer die US-Besatzungspolitik im Irak sein kann, ist fragwuerdig. Dessen ungeachtet werben entsprechende Firmen mit immenser Kosteneffizienz und machen so potentiellen staatlichen Auftraggebern ihr Angebot schmackhaft, waehrend sie private Auftragnehmer offensiv ermuntern die Kosten fuer Sicherheitskraefte dem Kunden mit in Rechnung zu stellen. So faszinierend und neuartig diese Idee auf manchen wirken mag, ganz neu ist sie nicht, man versuche sich nur an die Geschichte des Soeldnertums in so manchen Buergerkriegen des 20. Jahrhunderts und im Zusammenhang mit kolonialen Ambitionen erinnern. Obwohl manche Angriffe auf die Neokonservativen und den "militaerisch-industriellen Komplex" einen gewissen ideologischen Anstrich offenbaren, wie auch die Empfehlungen Michael Moores und Naomi Kleins, so gilt es Jeremy Scahill doch ein beachtliches Mass an Glaubwuerdigkeit zuzugestehen. Seine Recherchen beruhen nicht allein auf Werken zum Thema, sondern auch den Interviews mit ehemaligen und grossteils sogar namentlich genannten ehemaligen Blackwater-Mitarbeitern, sowie eigenen journalistischen Recherchen. Ideologie hin oder her, die Quellen werden angefuehrt und was zaehlt ist letztlich die Information und nicht die Aufmachung, an der vielleicht noch jemand Anstoss findet. Sollte das Buch wie angekuendigt im Stile von Michael Moores Fahrenheit 9/11 verfilmt werden ist das fuer dieses kommende Meisterwerk des Enthuellungs-Journalismus eine gebuehrende Anerkennung. Fazit: Jeremy Scahills Blackwater ist gut recherchiert ein exzellentes Beispiel fuer investigativen Journalismus und spannend wie erschuetternd ein Buch das den Leser nicht mehr so leicht los laesst.
Die Privatisierung der Kriegsfuehrung Mai 11, 2008 Mario Pf. (Oberoesterreich) 7 aus 13 fanden die folgende Rezension hilfreich
Seit dem Beginn des Irak-Kriegs 2003 und der damit verbundenen anhaltenden Besatzungszeit trat in den Medien ein Phaenomen immer wieder besonders hervor, das der privaten Sicherheitsfirmen, die im Irak eine wahre Goldgrube entdeckt haben. Im Zusammenhang mit dieser Entwicklung war es vorwiegend die Firma Blackwater, deren Name spaetestens seit der blutruenstigen Ermordung von 4 ihrer Soeldner am 31. Maerz 2004 in Falludscha in aller Munde ist. Doch was steckt hinter diesem Sinnbild einer modernen "Sicherheitsfirma" die wie keine zweite fuer die Privatisierung der Kriegsfuehrung steht? Democracy Now!-Korrespondent und The Nation-Mitarbeiter Jeremy Scahill hat mit "Blackwater - Der Aufstieg der maechtigsten Privatarmee der Welt" einen wertvollen Beitrag zur Aufklaerung dieser Frage geleistet. Von der Gruendung Blackwaters als Trainingszentrum durch den ehemaligen Navy SEAL und Millionaerssohn Erik Prince, die von der Fachwelt begeistert aufgenommen und begruesst wurde, bis zur Gruendung von Blackwater Security Consulting im Jahre 2002 zeichnet Jeremy Scahill die Geschichte dieses symboltraechtigen Unternehmens nach und laesst dabei auch die politischen Verstrickungen Prince nicht im Dunkeln, der dank seiner Kontakte unter den Neokonservativen und christlichen Rechten schon bald auch einen guenstigen Vertrag mit dem Pentagon schliessen konnte. Moeglich gemacht wurde das nicht nur durch die Besetzung wichtiger Posten mit republikanischen Managern aus Ruestungskonzernen, sondern auch durch Donald Rumsfelds vitales Interesse an einer moeglichst umfassenden Privatisierung der US-Streitkraefte. Bereits Verteidigungsminister Dick Cheney kuerzte unter Bush sen. Das Militaerbudget um 10 Milliarden Dollar und reduzierte die Truppenstaerke von 2,2 auf 1,6 Millionen und legte somit den Grundstein fuer jenen Boom, der 2003 einsetzte, als die USA zusammen mit privaten Militaerfirmen im Irak einmarschierten und wenige Jahre spaeter feststellten mussten, anfangs zu wenig Truppen eingesetzt zu haben. "Im Irak heisst das grosse Geschaeft nach dem Krieg nicht Oel sondern Sicherheit." schrieb die Londoner Times und so wurde das Land von Euphrat und Tigris bald zum El Dorado fuer Sicherheitsfirmen, deren Mitarbeitern nach dem Abgang des US-Verwalters Paul Bremer sogar eine rechtliche Immunitaet (ebenfalls fuer Mord) garantiert wurde. Spitzengehaelter und eine enorme Nachfrage an qualifizierten Personal zogen allerdings auch zwielichtigere Subjekte an, so fanden sich im Dienste Blackwaters zeitweise auch Hunderte Chilenen die einst fuer die Pinochet-Diktatur gemordet und gefoltert hatten. Mitunter zu einem Problem wurden selbst Kaempfer fremder Staatszugehoerigkeit, deren Staaten nicht zur Koalition gehoerten und sich dennoch den gleichen Gefahren von Entfuehrung und Ermordung aussetzten, wie Oesterreichs prominentester Fall Bert Nussbaumer. Einerseits bietet die Kommerzialisierung des Militaersektors auch eine einzigartige Chance fuer ehemalige Militaerangehoerige, die aus Altersgruenden meist ohne grossartige Berufschancen im zivilen Leben verloren wirken. Was FedEx fuer die Postbefoerderung geworden ist, will Blackwater in der Kriegsfuehrung werden, um die staatliche Konkurrenz in jeder Hinsicht auszubooten. Firmen wie Blackwater sind dabei sehr geschickt darin sich oeffentlich zu positionieren und gerade hinter den Kulissen die richtigen Strippen zu ziehen, womit sie auch zum idealen Mittel werden, etwa den Posse Comitatus Act zu umgehen und als schwer bewaffnete Sicherheitstruppen im eigenen Land taetig zu werden, was sonst nur der Nationalgarde auf Anweisung des Gouverneurs oder Praesidenten moeglich waere. Ebenso denkwuerdig ist die Moeglichkeit private Ausbildner im Ausland fuer die Aufstellung von "Sicherheitskraeften" und "Spezialeinheiten" einzusetzen und das auf voellig legaler Basis, ohne in Kongressausschuessen ueber eine verdeckte oder offene Intervention abzustimmen. Ob Outsourcing bei gut belegten Beispielen von Missbrauch durch Gewinnsmaximierung und Rechnungslegung mit kaum vertretbaren Mehrkosten wirklich das Patentrezept fuer die US-Besatzungspolitik im Irak sein kann, ist fragwuerdig. Dessen ungeachtet werben entsprechende Firmen mit immenser Kosteneffizienz und machen so potentiellen staatlichen Auftraggebern ihr Angebot schmackhaft, waehrend sie private Auftragnehmer offensiv ermuntern die Kosten fuer Sicherheitskraefte dem Kunden mit in Rechnung zu stellen. So faszinierend und neuartig diese Idee auf manchen wirken mag, ganz neu ist sie nicht, man versuche sich nur an die Geschichte des Soeldnertums in so manchen Buergerkriegen des 20. Jahrhunderts und im Zusammenhang mit kolonialen Ambitionen erinnern. Obwohl manche Angriffe auf die Neokonservativen und den "militaerisch-industriellen Komplex" einen gewissen ideologischen Anstrich offenbaren, wie auch die Empfehlungen Michael Moores und Naomi Kleins, so gilt es Jeremy Scahill doch ein beachtliches Mass an Glaubwuerdigkeit zuzugestehen. Seine Recherchen beruhen nicht allein auf Werken zum Thema, sondern auch den Interviews mit ehemaligen und grossteils sogar namentlich genannten ehemaligen Blackwater-Mitarbeitern, sowie eigenen journalistischen Recherchen. Ideologie hin oder her, die Quellen werden angefuehrt und was zaehlt ist letztlich die Information und nicht die Aufmachung, an der vielleicht noch jemand Anstoss findet. Sollte das Buch wie angekuendigt im Stile von Michael Moores Fahrenheit 9/11 verfilmt werden ist das fuer dieses kommende Meisterwerk des Enthuellungs-Journalismus eine gebuehrende Anerkennung. Fazit: Jeremy Scahills Blackwater ist gut recherchiert ein exzellentes Beispiel fuer investigativen Journalismus und spannend wie erschuetternd ein Buch das den Leser nicht mehr so leicht los laesst.
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