Das Ende der Finanzmaerkte - und deren Zukunft: Die heutige Finanzkrise und was sie bedeutet | 
| Autor: George Soros Urheber: George Soros Verleger: Finanzbuch
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Medium: Gebundene Ausgabe Ausgabe: 1 Seiten: 174 Versandgewicht: 0.9 Maße (innen): 9.1 x 6 x 0.6
ISBN: 389879413X EAN: 9783898794138
Publikation: August 22, 2008 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen Zustand: verlagsfrisch, OVP, in Folie eingeschweisst, Versand nach Bestelleingang, Versandbestaetigung inklusive
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Erhellende Lektuere, auch fuer Finanzlaien November 24, 2008 Rolf Dobelli Kaum jemanden duerfte die Finanzkrise weniger ueberrascht haben als Star-Investor George Soros. Seit Langem schon predigt er, untermauert von seiner eigenen Reflexivitaetstheorie, dass sich die Finanzmaerkte mitnichten auf ein Gleichgewicht zu bewegen, wie es die klassische oekonomische Theorie lehrt. Bis die Immobilienblase als Teil einer Superblase offensichtlich wurde, belaechelte die marktfundamentalistische Fachwelt Soros Theorie der regulierungsbeduerftigen Maerkte. Jetzt scheint ihm die Wirklichkeit Recht zu geben. Das Buch fuehrt dem Leser aeusserst fundiert und verstaendlich vor Augen, wie sich diese Blase zur weltweiten Finanzkrise auswachsen konnte. Es liest sich leicht, weil Soros volkswirtschaftliche Zusammenhaenge so gut erklaeren kann, dass sie auch von Laien verstanden werden. getAbstract empfiehlt die erhellende Lektuere (Hobby-)Investoren, die beim Crash aus allen Wolken gefallen sind und allen, die staatliche Regulierungen bislang aus Prinzip strikt abgelehnt haben.
Staerken und Schwaechen Oktober 15, 2008 Edward Hopper 2 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Buch hat Staerken und Schwaechen. Staerken: 1. Soros ist ein genialer Investor, der seine Einsichten konsequent dem Realitaetstest der Boerse aussetzt. So beschreibt er im Schlusskapitel, wie er aufgrund seiner Analyse der Finanzmarktkrise zum Jahresanfang 2008 auf fallende Kurse in den westlichen Industriestaaten gesetzt hat - zu einer Zeit, als in Deutschland noch alle von steigenden Kursen und robuster Konjunktur faselten. 2. Die Kritik von Soros am Marktfundamentalismus und Neoliberalismus ist fundiert und wertvoll. Erstaunlich, wie hier jemand, der kein Linker ist, aufgrund seiner langjaehrigen Erfahrung an den Boersen zu dem Schluss kommt, dass freie deregulierte Maerkte eben nicht zum Gleichgewicht tendieren, sondern systematisch zu spekulativen Blasen und Crashs fuehren muessen. Schwaechen: 1. Nur 20 von 170 Seiten beschaeftigen sich explizit mit der Finanzkrise. Der Buchtitel ist irrefuehrend. Viele der Abkuerzungen (CMO, CDO, SIV usw.) werden zu kurz und haeufig nur in den Fussnoten erlaeutert. Da erwarte ich mir jetzt mehr von dem von Soros selbst empfohlenen Buch von Charles Morris "The Trillion Dollar Meltdown". Auch hoffe ich auf das in Kuerze erscheinende Buch von Lucas Zeise "Ende der Party". 2. Soros' Stil ist sehr weitschweifend und langatmig. Die Reflexivitaetstheorie wird von ihm dutzende Male erklaert. Die biografischen Passagen sind ermuedend lang. Da wuerde man sich einen Lektor wuenschen, der den Rotstift ansetzt.
Schade um den guten Namen Oktober 14, 2008 Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) 10 aus 11 fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Verlag hat wohl vor allem sich selber einen Gefallen gemacht, dieses Buch noch schnell uebersetzen zu lassen und auf den Markt zu bringen. Denn George Soros haette, wie andere Werke und Artikel von ihm belegen, sehr viel mehr zu sagen, als nun auf 170 Seiten nachzulesen ist. Und zwar zu einem Preis, den der Inhalt ueberhaupt nicht rechtfertigt. Was hier drin steht, hat die Rezensentin Karin Nieslon bereits sehr gut zusammengefasst, so dass ich darauf verzichten kann. Interessant sind die Ansaetze und Thesen von George Soros allemal. Denn als bekennender Kapitalist zeigt er, dass man dem Geld huldigen kann, ohne jeden Lehrsatz der freien Marktwirtschaftler uebernehmen zu muessen. Und er gehoert auch zu denen, die nicht mehr an den Homo oeconomicus glauben, der mit Vernunft alles in den Griff kriegen will. Komplexe Systeme wie die globale die Finanzwelt oder menschlichen Sozialverbaende lassen sich nicht so steuern, wie es einige gerne haetten. Mein Fazit: Ein unnoetiger Schnellschuss, der sich nur deshalb vor der Einsternebewertung retten kann, weil er vielleicht dazu fuehrt, dass durch die Finanzkrise geschuettelte Nicht-Soros-Kenner sich mit seinen Gedanken vertraut machen. Denn das lohnt sich.
Keine Tips fuer Anlagestrategien - dafuer Reflexivitaetstheorie & Autobiografisches September 15, 2008 Karin Nieslon 30 aus 34 fanden die folgende Rezension hilfreich
Vorab das Wichtigste - wer Informationen fuer Anlagestrategien angesichts der aktuellen Krise auf den Finanzmaerkten sucht, der ist hier fehl am Platz und sollte sich ein anderes Buch kaufen. Was aber bietet dieses Buch? Zunaechst einmal eine Chronik der Krise des letzten Jahres - kurz, knapp und praezise auf wenigen Seiten zusammengefasst. Danach folgt auf fast 70 Seiten ein theoretischer Teil, in welchem George Soros seine Reflexivitaetstheorie ausbreitet. Denjenigen, die sein Werk "Die Alchemie der Finanzen" gelesen haben, wird dieser Teil bekannt vorkommen. Im Endeffekt sagt er nichts anderes, als dass die Annahme, Finanzmaerkte seien selbstkorrigierend und tendieren zum Gleichgewicht, falsch ist. Stattdessen ist er der Meinung, dass die Markteilnehmer ihre Entscheidungen eben nicht auf Wissen basierend treffen, sondern dass es Wechselwirkungen zwischen kognitiven und manipulativen Funktionen gibt, die fuer Unsicherheiten sorgen. Oder anders ausgedrueckt, es spielen nicht nur Fakten eine Rolle, sondern auch individuelle Wahrnehmungen. Beides zusammen - Fakten und Wahrnehmungen- verursacht eine Folge von Ereignissen. Der Begriff Reflexivitaet wird von George Soros verwendet um die Wechselwirkung zwischen eben diesen Fakten und der Wahrnehmung der Markteilnehmer zu beschreiben. Alles klar? George Soros erbringt aber keine wissenschaftlichen Beweise fuer seine Theorie - er erlaeutert sie, mehr nicht. Teil dieser ersten 70 Seiten ist im Uebrigen auch eine Autobiografie von Soros, in welcher er sich als gescheiterten Philosophen sieht. Hierin beschreibt er unter anderem den Einfluss von Karl Popper auf sein Denken und wie sich seine Philosophie bereits an der London School of Economics entwickelt hat. Durchaus interessant diese Seiten - auch wenn sie nicht wirklich viel mit dem Titel dieses Werkes zu tun haben. Im Folgenden wird auch die Bankenkrise der 1980-er Jahre eingegangen, sowie Boom-Bust-Zyklen erklaert. Ab S. 93 folgt Teil 2 ueber die aktuelle Krise und was danach kommt. Dieser Teil beinhaltet auch diverse Charts z.B. ueber die persoenliche Sparquote in Amerika von 1995-2007, das Wachstum der Hypothekenverschuldung in den USA ueber denselben Zeitraum, etc. Dazu Ausfuehrungen ueber Globalisierung, Liberalisierung seit dem 2. Weltkrieg ... und natuerlich wieder Autobiografisches, diesmal die Karriere von George Soros als Spekulant. Die darauf folgenden, fast 20 Seiten seines Ausblickes auf das Jahr 2008 sind ueberholt und seine Prophezeiung, dass am Ende die US-Regierung in die Steuertoepfe greifen muss, um den Verfall der Eigenheimpreise zu stoppen, ist kaum ueberraschend. Spannend wird es erst wieder danach: "Einige Empfehlungen an die politisch Verantwortlichen". Welche Lektionen hat George Soros aus der Finanzkrise gezogen? Er empfiehlt hier unter anderem die Einrichtung einer Clearing-Stelle oder Boerse fuer Credit Default Swaps. Sieht das Problem, dass ein Eingreifen notwendig ist, um dem Einbruch bei den US-Immobilienpreisen Einhalt zu gebieten. Fragt sich was zu tun ist, um den Glaeubigern von Subprime-Hypotheken einerseits und den Eigenheimbesitzern mit Hypotheken, deren Betrag den Wert des Hauses uebersteigt, andererseits zu helfen. Sieht die Auswirkungen von Zwangsvollstreckungen und meint, dass die Bush-Regierung hier bislang nicht ausreichend taetig geworden ist. Soros kritisiert das aktuelle amerikanische Insolvenzrecht. All diese Ausfuehrungen sind zwar hochinteressant. Dennoch haben sie im Wesentlich nur fuer die USA eine Bedeutung, nicht fuer Deutschland - zumindest was die Eigenheimbesitzer und Hypothekennehmer in den USA anbelangt. Alles in Allem muss ich leider sagen, dass der Titel dieses Buches zumindest meiner Meinung nach nicht haelt, was er verspricht. Teile, zum Beispiel zur Autobiografie und die Darstellung seiner Theorie, waren zwar interessant, aber deswegen hatte ich dieses Buch nicht gekauft. Die Ausfuehrungen, was diese Finanzkrise bedeutet, sind vor allem auf die USA bezogen - dies haette im Titel deutlich gemacht werden muessen. Zum Schreibstil: trocken mit Fachvokabular, welches allerdings in Fussnoten erlaeutert wird. Mehr als 2 Punkte kann ich hier nicht vergeben.
Enttaeuschung September 1, 2008 T. Kessler 27 aus 30 fanden die folgende Rezension hilfreich
Wer von diesem Buch - dem Titel entsprechend - Antworten zur Zukunft der Finanzmaerkte erwartet wird enttaeuscht. Das Buch kommt schlichtweg zu spaet in der deutschen Uebersetzung, denn die geschilderten Gruende der Finanzkrise sind nun wirklich oft genug dargestellt worden. Wirklich neues habe ich nicht erfahren - ausser dass neben der Immobilienblase nun auch die Superblase geplatzt ist und dass die Zukunft aeusserst ungewiss ist. Na ja diese Erkenntnis ist nicht wirklich neu. Wer sich fuer den von Soros entwickelten Philosophieansatz interessiert mag aus diesem Buch vielleicht einen Nutzen ziehen - allerdings ist dann der Titel des Buches vollkommen irrefuehrend. Ich habe mich bei der Lektuere mehr als einmal gefragt - "was will er mir eigentlich sagen ..." Das Buch setzt sich im Prinzip aus der Darstellung der Finanzkrise, den Gruenden, dem entwickelten Philosphieansatz und einem bis Maerz 2008 laufenden Echtzeitest zusammen. Nun haben wir ja September 2008 ... Ich werde zukuenftig versuchen reisserischen Buchtiteln ggue. kritischer zu sein.
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