Wir nennen es Arbeit: Die digitale Boheme oder: Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung | 
| Autoren: Holm Friebe, Sascha Lobo Urheber: Holm Friebe, Sascha Lobo, Martin Baaske Verleger: Heyne
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Bewertung: 22 Rezensionen Verkaufsrang: 5174
Medium: Broschiert Ausgabe: Aktualisierte Ausgabe. Seiten: 303 Versandgewicht: 0.5 Maße (innen): 7.3 x 4.9 x 0.9
ISBN: 3453600568 EAN: 9783453600560
Publikation: August 2008 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen
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| Kundenrezensionen: Gelesen 17 mehr Rezensionen...
digitale Boheme? Januar 18, 2008 Oliver Scheid 1 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich
Leider ist mir selbst nach Lesen des Buches noch nicht ganz klar, was der Autor mit "digitaler Boheme" genau meint. Wahrscheinlich muss man dazu gehoeren, um das ganze zu verstehen. Nur so viel habe ich verstanden: Die digitale Boheme spielt nach Meinung des Autors bei den neuen (Internet-) Techniken wie z.B. Blogs, Podcast, Web 2.0, ... eine entscheidende, treibende Rolle. Als Freiberufler habe ich das Buch gekauft und gelesen, weil ich dachte, es wuerde mich betreffen. Dabei werden Freiberufler in dem Buch auch ausdruecklich erwaehnt, sind jedoch wohl eher nicht die digitale Boheme, soweit ich das verstanden habe (weil sie zu kapitalistisch sind?). Zu Beginn des Buches erklaert der Autor "Das Prinzip Boheme" und damit auch die digitale Boheme. Gegen Mitte des Buches schweift das Thema allerdings komplett auf Web 2.0 und die neuen Internet-Techniken ab, was zwar sehr interessant und gut geschrieben, aber meiner Meinung nach nicht das Thema des Buches ist. Insgesamt finde ich das Buch interessant. Vor allem auch die Ideen und Ansaetze bzgl. weg von Festanstellung und Massenproduktion. Allerdings habe ich das Buch als ganzes und die "digitale Boheme" nicht verstanden.
Eine interessante Milieuskizze - leider ohne jegliche Weiterverwendbarkeit... Januar 13, 2008 Buch 3 aus 3 fanden die folgende Rezension hilfreich
Kurz und buendig: eine interessante Milieuskizze - leider ohne jegliche Weiterverwendbarkeit... Denn im Detail wird das Lebensumfeld werbenaher Freiberufler bzw. Selbstaendigen, deren Akteure sich die "digitale Boheme" nennen, wirklich nett und unterhaltsam beschrieben. Typisch sozialskizzenartig werden allerlei Umgebungsfaktoren und Befindlichkeiten (soziale, wirtschaftliche und natuerlich arbeitstypologische) eher langatmig dargestellt und teilweise mit lustigen bis eher aberwitzigen historischen Hintergruenden interpretiert. Und neben der nicht endenwollenden Begeisterung fuer die Selbstbestimmtheit, ist vor allem der im Buch nahezu omnipraesente Hass auf die Festanstellung zentrale Motivation des Buches. Diese rosarote Sichtweise der "freien Lanzentraegerei" grenzt teilweise allerdings leider an eine fast voellige Ignoranz wirtschaftlicher Belastbarkeit der wolkig beschriebenen Einnahmequellen - von einer wirklich langfristigen Zukunftssicherheit der eigenen "Selling Propositions" mal ganz abgesehen... Hier waere deutlich mehr Praezision in Form von konkreten Business Cases gefragt gewesen, als die vereinzelten drei Saetze langen Beschreibung verschiedener "Erfindungen und Erfinder". Somit habe ich leider bei der Lektuere dieses Sittengemaeldes viel zu wenig tiefgreifende Erkenntnisse oder weiterverwendbare Informationen gefunden. Denn diese durchgehaltene Oberflaechlichkeit und mangelnde Sensibilitaet fuer Details machte es mir unmoeglich, eigene Schluesse fuer eigene Ideen abzuleiten. Weder kann man aus skizzierten Fehlern lernen, noch sich aus irgendwelchen konkreten Erfahrungen eigene Vorgehensweisen abschauen. Dafuer ist einfach nicht genug "Material" da. Wirklich Schade. Das Thema an sich waere wert gewesen, mal wirklich im Detail reinzuschauen, was gut geht und was schlecht geht. Und zwar nicht am Leben der Boheme, sondern an den Business Cases, um die es ja eigentlich geht, wenn man es etwas laenger als Bohemian aushalten will. Naja, eine wirkliche Hilfestellung suggeriert der Titel ja ohnehin nicht, es geht ja auch nur um "intelligentes Leben jenseits der Festanstellung" - und wie man das findet, ist auch mit diesem Buch weiterhin jedem selbst ueberlassen. Also noch mal ganz kurz als Tip: Ruhig lesen! Aber nicht erwarten, irgendwas fuer sich selbst dabei lernen zu koennen, wenn man aehnliches vorhat...
Inspirierend November 22, 2007 Maximilian Schaefer (Urubamba, Peru) 1 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich
Dei beiden Autoren Holm Friebe und Sascha Lobo schreiben sehr inspirierend ueber die Chancen und Moeglichkeiten des Internet. Sie zeigen auf, was dieses heute schon zu leisten in der Lage ist und was es in Zukunft noch wird leisten koennen. Sie beschreiben "das Netz" als eine der groessten Revolutionen in der Geschichte der Menschheit. Mit dieser Revolution sei ein eigener Lebensstil verbunden, der der digitalen Boheme, ihr eigener. Diesen Lebensstil preisen sie und erklaeren ihn zur kreativen Kraftquelle der Zukunft. Hier zeigen sie sicherlich in die richtige Richtung. Mit ihren Beschreibungen der verschieden Facetten der aktiven Ausgestaltung des digitalen Lebensstils inspirieren sie zur Nachahmung. "Wir nennen es Arbeit" ist kein Fachbuch, sondern ein schoener Zeitvertreib mit fachlichem Hintergrund. Durch die Gliederung in kurze Kapitel ist das Buch angenehm zu lesen. Der Schreibstil ist angenehm frisch und motivierend. Potentielle Gegenargumente nehmen sie auf und beantworten sie - dies leider haeufig nur sehr oberflaechlich und plakativ.
Gute Beschreibung des Web2.0 Doch sind die digitalen Arbeiter, die sich darin tummeln, zwangslaeufig Bohemiens? August 9, 2007 Heidi.Jova 9 aus 12 fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Buch bietet eine gute Einfuehrung in das aktuelle Internet, das sogenannte Web 2.0, das mit seinen zahlreichen Plattformen und Interaktionsmoeglichkeiten einen fruchtbaren Boden bildet, auf dem neue Ideen besser keimfaehig sind denn je und neue Lebensformen eine Chance haben. Die Autoren beschreiben zahlreiche konkrete Projekte, Blogs und Erfolgsgeschichten und betrachten das Thema unter vielen Aspekten. Nur weckt der Begriff der digitalen Boheme, so wie er als Subtitel gebraucht wird, falsche Erwartungen. Denn lediglich ein Bruchteil der beschriebenen Szenarien befasst sich tatsaechlich mit kuenstlerischer Arbeit, mit Avantgarde und einem Bruch mit Konventionen und Buergertum, also dem, was ich unter Boheme verstehen wuerde. Wuerde die Boheme nicht eher sagen: "Wir nennen es Kunst", als "Wir nennen es Arbeit"? Ein "Leben jenseits der Festanstellung" ist doch nicht gleichzusetzen mit einem Leben als Boheme, auch nicht als digitaler, als Boheme 2.0 sozusagen. Die Autoren wissen sehr wohl um das "Knirschen im definitorischen Gebaelk" wenn z.B. auch Anwaelte Teil der digitalen Boheme sein sollen (s. S. 223, unten bis S. 224), nur weil sie einen Blog betreiben. Fazit: Lesenswert fuer jeden, den interessiert, wie die Internetmedien die Welt veraendern und neue Chancen zur Selbstverwirklichung bieten. Neue Chancen fuer jeden, gerade auch fuer diejenigen, die in einer Festanstellung ihre Broetchen verdienen muessen und die sich zum Ausgleich im Web mit Gleichgesinnten vernetzen und in Formen, Websites oder Blogs zeigen, was sie sonst noch koennen und war ihnen Spass macht. Die heutige Situation der Kunst und der Boheme spielt nur eine untergeordnete Rolle in diesem Buch.
Ein interessantes Buch mit gedanklichen Anregungen Mai 13, 2007 T. Huenerfauth (Miltenberg / Thailand) 9 aus 18 fanden die folgende Rezension hilfreich
Wenn ich ein Buch in zwei Tagen lese, dann will das bei meiner Arbeitsbelastung schon etwas heissen. Aber schliesslich interessierte mich das Thema aus persoenlichen Gruenden, also habe ich mich an die Lektuere gemacht. Nach einem spannenden Anfang wurde es dann doch zaeh fuer mich. Die Autoren muessen wohl ihre Belesenheit unter Beweis stellen, auch wenn diese zum ueberwiegenden Teil aus Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln besteht. Hier haette ich mir etwas mehr Straffung gewuenscht. Doch dann setzen die Autoren noch einmal zu einem Hoehenflug an, wenn es um das Internet geht. Da sind interessante Anregungen enthalten, wenngleich die Informationen auch von anderer Seite erhaeltlich sind. Aber dies ist der interessanteste Teil des Buches - zumindestfuer mich gewesen. Gewuenscht haette man sich, dass das ganze Buch in dieser Art geschrieben worden waere und es mehr praktisch umsetzbare Hinweise gegeben haette. Aber Alles in Allem ein Lektuere, die sich lohnt. Dafuer sollte man auch einmal laengere Abschnitte tolerieren, die einen nicht so vom Hocker reissen. Schliesslich lese ich selten ein Buch in zwei Tagen. Das will schon etwas heissen.
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