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Machtwahn: Wie eine mittelmaessige Fuehrungselite uns zugrunde richtet

Machtwahn: Wie eine mittelmaessige Fuehrungselite uns zugrunde richtet
Autor: Albrecht Mueller
Urheber: Albrecht Mueller
Verleger: Droemer/Knaur

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Bewertung: 4.5 von 5 Sternen 31 Rezensionen
Verkaufsrang: 8285

Medium: Broschiert
Seiten: 368
Versandgewicht: 0.6
Maße (innen): 7.4 x 4.9 x 0.9

ISBN: 342677979X
EAN: 9783426779798

Publikation: Juni 1, 2007
Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen
Versand: Internationaler Versand möglich
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Redaktionelle Rezensionen:

Aus der Amazon.de-Redaktion
Albrecht Mueller hat sein ganz persoenliches Wort des Jahres 2006 schon im Februar gekuert: Es lautet Mittelmaessigkeit und ist, auch wenn es zunaechst recht harmlos klingt, in der Sprache des Autors eines der derbsten verfuegbaren Schimpfwoerter. Diese Mittelmaessigkeit vor allem der politischen, der Wirtschafts-, aber auch der Medien-"Elite" wird nach Muellers Darstellung eigentlich nur noch von dem in ihren Reihen grassierenden Machtwahn uebertroffen, den der Autor neben der mangelnden Intelligenz vor allem fuer die wirtschaftliche Misere der Gegenwart verantwortlich macht.

Als der 1938 geborene Nationaloekonom Albrecht Mueller noch Redenschreiber des damaligen Wirtschaftsministers Karl Schiller und spaeter Leiter des im Volksmund auch "Abteilung Glaube, Liebe, Hoffnung" genannten Planungsstabs im Kanzleramt von Willy Brandt und Helmut Schmidt war, da muss die Welt noch in Ordnung gewesen sein. Wir stellen uns das in etwa so vor: Leute von Muellers Schlag waren damals mit ihren wohldurchdachten Konzepten dabei, das Land einer rosigen Zukunft entgegen zu fuehren. Doch dann uebernahmen die Ideologen des Neoliberalismus in breiter Front und in allen Parteien das Ruder und steuern uns seither zielstrebig und in voelliger Verkennung der Tatsachen auf unseren Untergang zu.

Schade, dass der Autor seine Leser durch seine wuetende, von jedem Zweifel an der eigenen Exzellenz unbeleckten Polterei von den vielen richtigen Argumenten seiner Klageschrift gegen den Neoliberalismus ablenkt. Denn in vielen Punkten seiner Diagnose waere man gerne bereit, ihm ohne Wenn und Aber zuzustimmen. In manchen Punkten freilich wird sich kaum noch jemand finden, der der Muellerschen Argumentation zu folgen bereit ist. Geradezu abenteuerlich etwa mutet seine These an, aus Dummheit (und natuerlich niederen Motiven) wuerde derzeit die Problematik von Staatsverschuldung und Generationengerechtigkeit voellig uebertrieben beziehungsweise grundfalsch dargestellt. Weder befaenden wir uns in einer Ueberschuldungsfalle, noch wuerden durch den staendig wachsenden Schuldenberg die Rechte zukuenftiger Generationen gefaehrdet. Die wuerden schliesslich nicht nur die Schulden, sondern auch die tolle Infrastruktur erben, die wir damit geschaffen haben. -- Andreas Vierecke


Kundenrezensionen:   Gelesen 26 mehr Rezensionen...

5 von 5 Sternen Die Wirklichkeit belegt Mueller ...   Oktober 30, 2008
Bernd Vogel
7 aus 8 fanden die folgende Rezension hilfreich

...auf z. Zt. bitterste Weise.
Wir koennen gerade jetzt angesichts des gigantischen weltweiten Bankenkrisen-Skandals ablesen, wohin genau das Denken und genau die Politik, welche Mueller in diesem Buch sowie auch schon im Vorgaenger "Reformluege" fundiert und begruendet kritisiert hat, fuehren.
Mehr will ich hierzu garnicht sagen, ausser: wer wachsam ist, vorsaetzlich
selbstaendig denkt, und sich fuer tatsaechliche politische Vorgaenge und dahinterstehende Verflechtungen von Politik und Wirtschaft interessiert,
und das ganze neoliberale Propaganda-Geschwurbel der Miegels, Raffelhueschens, Sinns bis zu den politischen Liebesdienern der Finanzwirtschaft in Aemtern und Parlamenten satt hat, und lieber mehr ueber das erfahren moechte, was tatsaechlich im Lande laeuft,
sollte (nicht nur, aber auch) zu Albrecht Mueller greifen,
und gelegentlich auch einen Besuch auf seiner Internetseite machen.
Ich jedenfalls freue mich schon auf sein neues Buch.



3 von 5 Sternen Durchschnittliches Politik/Gesellschaftsbuch   Juli 11, 2008
Markus Rodi (Lemberg)
1 aus 10 fanden die folgende Rezension hilfreich

dieses Buch ist kaum besser als vergleichbare Buecher. Sobald man es einmal
gelesen hat schliesst man das Buch und stellt es wie die anderen Buecher
ins Regal. Die Fuehrungskraefte und Eliten werden kritisiert, die Gesellschaft ins schlechte Licht gestellt und die Politik fuer unfaehig gehalten. Ich sagen nicht das daran etwas falsch ist, sondern empfinde das Buch einfach nur als das was man tagtaeglich in guten Zeitungen und Magazinen zum lesen bekommt.



5 von 5 Sternen Seien wir wachsam!   Juni 18, 2008
Tim Karsten
7 aus 7 fanden die folgende Rezension hilfreich

Der studierte Nationaloekonom Albrecht Mueller wirft einen nuechternen Blick auf die Realitaeten.
Wie kommt es, fragt er, dass unablaessig weitere Reformen gefordert und umgesetzt werden, obwohl deren Wirkungslosigkeit auf der Hand liegen?

Mueller kommt zu dem Schluss: unsere politischen wie wirtschaftlichen Eliten sind unteres Mittelmass, und sie sind ruecksichtslos zerstoererisch. Er beschreibt, wie das Netzwerk des Mittelmasses funktioniert, benennt die Verantwortlichen, enthuellt ihre Motive (Stichwort "cui bono").

Mueller belaesst es aber nicht bei der Anklage, er erklaert auch: "Wir sollten nicht den Fehler machen, die eindimensionale Interessengesteuertheit und die konzeptionellen Unzulaenglichkeiten unserer Eliten in eine Ausweglosigkeit wegen Handlungsunfaehigkeit umzudeuten. Das waere eine ziemlich falsche Darstellung unserer Lage. Es steht ausser Frage, dass Deutschland wie auch die europaeische Union, wenn wir nur wollten und die richtigen Konzepte einsetzten, mit den meisten Problemen fertig wuerden"

Dazu sind wir alle aufgerufen, den Eliten auf die Finger zu schauen und nicht leichtfertig den Mainstream-Medien zu vertrauen.

Hingewiesen sei auch dringendst auf Muellers "kritische Website" NachDenkSeiten



5 von 5 Sternen Wem kann man noch vertrauen?   April 23, 2008
Sigurd Hilmer (Marienheide Deutschland)
9 aus 9 fanden die folgende Rezension hilfreich

Albrecht Mueller muesste fuer sein Buch eigentlich den Nobelpreis fuer mutigen Journalismus bekommen, aber den gibt es leider nicht.
Wenn es ihn gaebe, wuerden aber sicherlich unsere Eliten diese Ehre verhindern.
Das in unserem Staat nicht alles mit rechten Dingen zugeht, duerfte schon lange allen denkenden Buergern klar geworden sein.
Wie sehr aber alles den Bach runtergeht, wurde mir erst nach dieser Lektuere klar.
Auch wenn der Autor ueber lange Strecken im Buch mit Wiederholungen und Gebetsmuehlenartiger Predigt ueber den Neoliberalismus einhergeht, so bleibt doch bis zum Schluss jede neue Aufdeckung von Korruptheit und Infiltration durch Konzerne eine spannende Sache.
A. Mueller hat gut recherchiert und sauber Fakten zusammengetragen.
Schade ist nur, dass das Echo in den Medien gleich Null geblieben ist.
Ja ja, so ist das eben mit der Meinungsmache in der BRD.
Richtig informiren muss der Buerger sich schon selber, die falschen Infos bekommt er dafpuer gratis.
Es lebe die neue Freiheit der korrumpierten Meinungsmacher in Funk und Fernsehen, in der Politik und in sonstigen oeffentlichen Medien.
Unsere intellektuelle Elite zieht sich derweil ins stille Kaemmerlein zurueck und wartet auf weitere Impulse von INSM.
Fazit: dieses Buch musste geschrieben werden!
Sehr empfehlenswert.



5 von 5 Sternen Eine Art Offenbarung   Dezember 24, 2007
Phillip Ochman (Ulm)
8 aus 8 fanden die folgende Rezension hilfreich

Dieses Buch ist fuer alle, die sich in die diesem Land nicht mehr wohlfuehlen, eine Pflichtlektuere. In einer klar verstaendlichen Sprache entlarvt A.Mueller ein perfekt organisiertes System von Luegner und ihren willigen Mitlaeufern, die hervorragend daran verdienen, fuer andere Menschen immer neue Einschraenkungen zu propagieren, im besten Wissen, von diesen selbst nie betroffen zu sein. Hier richtet er einen besonders kritischen Blick auf das schmutzige Geschaeft der von den Arbeitgeberverbaenden finanzierten Lobby-Organisation "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft", die die Oeffentlichkeit ueber unzaehlige Kanaele permanent mit neoliberaler Propaganda bombardiert und Politiker dazu bringt, alles nur unkritisch nachzuplappern. Ebenso widerspricht er auch entschieden und vorallem sehr gut begruendet den zynischen Thesen des unsaeglichen Professors Hans-Werner Sinn vom ifo-Institut Muenchen, der jedoch in seinen zahlreichen Auftritten bereits deutlich zurueckhaltender geworden ist, in denen er sich als grosser Vordenker der angebotsorientierten Oekonomie aufspielt. In diesen Kanon stimmen auch reihenweise Soziologen, Schriftsteller und Politologen ein. Auch die gesamte Medienwelt ist von diesen Praktiken offensichtlich systematisch unterwandert. So hat auch der Spiegel 2005 versucht, eine CDU/FDP-Koalition ins Amt zu schreiben, obwohl bereits die Schroeder-Regierung mit groesster Charakterlosigkeit den sozialen Kahlschlag in diesem Land eingeleitet hatte. Wer dieses Buch aufmerksam liest, wird die politischen Debatten mit anderne Augen sehen und jeden Tag neue Belege fuer die bittere Notwendigkeit dieser Ausfuehrungen und auch des Vorgaengers "Die Reformluege" finden. An dieser Stelle will ich Albrecht Mueller persoenlich fuer dieses engagierte Buch danken, aber auch anmerken, dass die gewonnenen Einsichten mein Vertrauen in die bundesrepublikanische Demokratie schwer erschuettert haben. Die Politik scheint heute tatsaechlich nur noch dazu zu dienen, der Wirtschft ein moeglichst gutes Klima zur oekonomischen Ausschlachtung der Bevoelkerung zu bieten. Gerade wegen dieser entlarvenden Ausfuehrungen wird es auch viele kritische Einwaende gegen dieses Buch geben; hoffentlich sind diese dann aber so gut begruendet wie die Thesen von Albrecht Mueller!



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