Kundenrezensionen:
Sehr viele (Tipp-)Fehler Oktober 19, 2008 ge1ge 3 aus 3 fanden die folgende Rezension hilfreich
Oh, hab ich mir gedacht: "Einer gibt 5, der andere nur 1 Stern". Das gibt's doch gar nicht. Ich habe es mir trotzdem gekauft, da die Kombination HW und C-Programmierung mich interessierten. Ich hab das Buch mal durchgearbeitet und gebe den Erlaeuterungen beider Rezensoren recht. Welche Punktzahl dies dann fuer jene bedeutet, ist dann subjektiv. Positiv fand ich, dass viele Fragen und Stolpersteine im Buch erwaehnt wurden, wie z. B.: 9.2.1 volatile: nicht nur wann man es verwenden soll, sondern auch warum, mit Beispielprogramm. Toll 9.2.2 Atomare Datenzugriffe: Wann und warum man den Interrupt sperren muss. Hatte das Problem schon. 10. Timer/Counter: Eigentlich das ganze Kapitel 11. Speicherzugriffe: Zugriff auf Flash habe ich erst gesucht, und hier sind die Loesungen. Sehr gut. Und die vielen guten Links. Aber, es sind einfach zu viele Tipp-Fehler im Buch, die z.T. fuer das Verstaendnis wichtig sind, und ganz schoen verwirren koennen, wenn sie was Gegensaetzliches ausdruecken. Da ja Elektor ein Verlag fuer Elektronik ist, duerfte hier nicht intensiv genug gegengelesen worden sein. Und die Aktualitaet scheint auch nicht ganz vorhanden zu sein. Ich habe bei "Tipps vom Autor" nachgeschaut. Aber, da gab es keinen Beitrag zu diesem Buch. Ein paar Beispiele der Tipp-Fehler: S.19: BGA statt richtig BGH (fuer BallGridArray) S.139 HD44780 statt HD4470 S.155, 8. 13..260 Fs, wahrscheinlich sind s gemeint. S.155, 8.1: Messgenauigkeit ist eigentlich hier der falsche Begriff. Vielmehr handelt es sich um die Aufloesung (resolution) S.181, 10.1: muss MC statt FC heissen Beispiel fuer Verwirrung durch Tippfehler: S.36: Zuerst wird WinAVR20060125 (sicher falsch) zur Verwendung vorgegeben, aber fuers runterladen wird WinAVR20060421 vorgeschlagen. S.51, Abbildung 2.28 und led.c: Kommentar falsch. Muesste PORTB statt PORTD heissen. S.53: In 12. wird beschrieben, dass OCDEN aktiviert sein muss, in der Abbildung 2.30 ist dies aber nicht erfolgt. Dies ist gerade fuer Anfaenger verwirrend, wenn Text und Abbildung nicht zusammenpassen. S.57: 4. Zeile: muss Pin22 statt Pin20 heissen. 3. Absatz: 330 bis 1000Ohm ergeben aber nur einen LED-Strom von <= 10mA bei U_LED von 1.7V und Vcc=5V. Andererseits wurde am Anfang des Absatzes erwaehnt, dass der MC-Ausgang bis zu 20mA treiben kann. S.58, Abbildung 3.3: Der Abblockkondensator ist auf dem Steckboard nicht vorhanden. Wenn es Absicht ist, dann sollte dies wenigstens in 3.1.1 erwaehnt werden. S61: Warum ein Signalgenerator mit NE555 und Abbildung 3.8 im Buch sind, wenn es gar nicht empfehlenswert ist, verstehe ich nicht. S119 Pin0 von PORTA muesste es heissen, statt Pin1 von PORTC S.162: Abbildung 8.4 ist falsch. Die unteren Anschluesse von 2R muessen nach VCC oder nach GND geschaltet werden. Bei dem Schaltersymbol wird VCC aber entweder zum unteren Anschluss von 2R geschaltet und nach GND, womit VCC kurzgeschlossen wuerde. Abbildung 8.5 ist dann aber wieder richtig. S.187, TIMER4: // PORT B3 ... statt B0 S.195, PWM1: Zeile23: // PB0 als Ausgang, statt PORTB Zeile 35: (1< S197, 3. Abschnitt, unten: 0...50 statt 0...100 Ein paar Beispiele zur nicht vorhandenen Aktualitaet: S.36: Das Buch kam laut Vorwort im May 2008 raus, und ich verstehe nicht, dass eine uralte WinAVR20060421 vorgeschlagen wird. (zwischenzeitlich kenne ich WinAVR-20071221 und WinAVR-20080610) S.19: Dies trifft auch auf die Preise zu. Stand 11/2007 Ein paar Beispiele zur Technik, insbesondere Hardware: S27: C2 am Ausgang des Spannungsreglers ist auch erforderlich, um die Schwingneigung zu unterdruecken S29: Ganz automotivegerecht ist die Schaltung auch nicht. Zur Unterdrueckung der hochfrequenten Stoerungen (Testpulse 3a und 3b in Informationsschrift von ST) am Stromversorgungseingang wird meist ein 100nF X7R Kondensator verwendet. Um die weitere Beschreibung zu verstehen, sah ich bei den Datasheets der Hersteller nach: National Semiconductor empfiehlt ihn nicht mehr fuer Neuentwicklungen. (Aktualitaet!!!) ONSEMI hat eine gute Beschreibung und auch ein Layoutbeispiel. Hier haette ich mir einfach im Buch eine angepasste Schaltungsdarstellung gewuenscht, wo man die Beschreibung im letzten Absatz leichter nachzuvollziehen ist. Zu Kapitel 2.4 Programmier-SW: Warum ist nicht das AVR-Studio enthalten. Da es zur Kompilierung sowieso benutzt wird, kann man ja gleich die enthaltene Programmierfunktion auch fuer ISP benutzen. S65: Intel_Hex gibt es auch auf der deutschen Seite unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Intel_HEX S113, Abbildung 5.12: Verwirrend fuer mich ist auch, dass GND oben und +VCC0 unten gezeichnet ist. Warum? Ich vergebe 4 Punkte, da ich mich in die C-Programmierung auf dem AVR einarbeite, und hier das Buch wirklich hilfreich ist.
Super Komplettwerk fuer den Einsteiger September 19, 2008 Legnerly 1 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich bin begeistert! Zwar besitze ich etwas Programmiererfahrung auf Unix und ich habe vor Jahren mal einen Loetkolben in der Hand gehabt, aber das Thema Mikrokontroller bisher immer gemieden. Nun bin ich auf der Suche nach einem Einstiegsbuch fuendig geworden. Natuerlich habe ich auch viel im Web gelesen,doch dort habe ich nirgends eine so umfassende Einfuehrung gefunden. Es mangelt immer an den praktischen ersten Schritten oder ein Projekt wird nicht bis zu Ende beschrieben, so dass es auch ein Laie nachvollziehen kann. Hier ist es anders: Man wird genau da abgeholt, wo man sich befindet: Bei Null. Nichts fehlt: Angefangen von der Software bis hin zum Experimentierboard und dem Programmieradapter (von einfach bis umfangreich). Das kostet zwar Platz aber anschliessend hatte ich dafuer dann keine Probleme, die zahlreichen fertigen Beispiele nachzuvollziehen. Diese werden zwar nicht bis zur letzten Codezeile zerpflueckt, aber es sind immer wieder Kniffs und Hinweise eingestreut, die die wesentlichen Funktionen erklaeren. Ein wenig eigenstaendiges Entdecken gehoert anschliessend auch dazu. Der Autor ist sich nicht zu Schade, noch mal solches Grundwissen wie Pull-Down/Up zu zeigen - kann sicher nicht jeder aus dem FF. Im grossen und ganzen werden auch alle Funktionen eines ATmegas benutzt: I/O, D/A und sogar A/D, Schnittstellen, Timer, Interrupts, EEPROM (intern und extern) usw. Dabei werden nicht (wie so oft) Inhalte aus dem Netz kopiert, sondern eigene Entwicklungen vorgestellt (viel mir besonders bei der 5x7 Multiplexsteuerung und den Schieberegistern auf). Und auch die Kompatibilitaetsprobleme mit HD44780 LCDs kann ich nun endlich verstehen. Die Projekte am Ende befassen sich uebrigens mit GPS, DC77, SMS und einer PC Tastatur. Nachteilig ist ein wenig, dass man im Grunde auf das Experimentierboard von Elektor angewiesen ist. Dadurch klappt zwar alles reibungslos und ohne Modifikation, aber man sollte es halt haben. Wer dies nicht will, kann natuerlich auch ein eigenes Board entwickeln oder eins vom Drittanbieter nehmen. Aber ob sich das fuer den Einsteiger lohnt, wenn man zwei Baustellen/Fehlerquellen hat? Lieber erst einmal auf Nummer Sicher gehen und dann anschliessend was planen, denn das Wissen dazu hat man dann allemal und dann ist es auch massgeschneidert zum jeweiligen Projekt passend. Was es definitiv nicht ist, ist ein Buch fuer wirklich Fortgeschrittene - auch wenn der Klappentext dies behauptet. Hierfuer fehlt dann Tiefgang. Aber ich werde sicherlich trotzdem das Buch immer wieder aufschlagen und mir die zahlreichen von mir mit Textmarker hervorgehobenen Stellen ansehen, wenn ich selber was entwickle.
Ungluecklicher Kompromiss... August 7, 2008 T. Schaefer (Kerpen) 4 aus 6 fanden die folgende Rezension hilfreich
Auf dieses Buch hatte ich mich schon gefreut - auch der etwas hoehere Preis hat mich nicht abgeschreckt. Die Ernuechterung kam dann schnell, als ich das nur knapp 231 Seiten (ohne Inhalts- und Stichwortverzeichnis gerechnet) dicke Buch das erste Mal durchblaetterte. Meiner Meinung nach ist es nicht wirklich etwas fuer Einsteiger, da der unerfahrene Leser zwar einige Grundlagen erlernen kann, aber spaetestens bei der Programmierung nur Codeschnipsel mit geringer Erlaeuterung serviert bekommt. So kann er diese dann 1:1 uebernehmen und hoffen, dass seine eigenen Abwandlungen dann auch "irgendwie funktionieren". Man sollte schon etwas von C-Programmierung gehoert haben. Als etwas erfahrener Leser nervt mich die zu tief angesetzte Erlaeuterung der I/O-Beschaltung. Zwar sind die Erklaerungen fuer den Anfaenger teilweise zu flach abgehandelt, fuer Gelegenheitselektroniker aber gut nachzuvollziehen. Fuer Elektroniker, die schon mehr in der Materie vertieft sind, sind die Kapitel eigentlich eher unnoetiges Fuellwerk des sowieso eher duennen Buchs. Mein besonderes Interesse lag bei der Interrupt-Programmierung. Dieses Kapitel ist fuer meine Begriffe leider zu kurz und zu oberflaechlich abgehandelt. Als scheinbare Abrundung des Buches werden dann noch Beispiel-Applikationen wie Auswertungen des DCF77- (Funkuhr) und GPS-Signals (Navigation) sowie Ansteuerung ueber eine PC-Tastatur und Handy-Steuerungen aufgezeigt. Diese Applikationen kann man aber auch jederzeit im Internet finden - mit dem Vorteil, bei Problemen ein spezielles Forum zur Verfuegung zu haben. Auch das vorgestellte Mini-Mega-Board ist "nur" eine abgespeckte Version des von Atmel selbst vertriebenen STK500 - allerdings auch nur fuer bestimmte Prozessoren (ATmega 16 & ATmega32). Optisch macht das Buch insgesamt einen ordentlichen Eindruck, wobei mir aber auch schon beim ersten Durchblaettern unvollstaendige Saetze und seltsame Worte wie "veraltert" ins Auge fielen. Mein Fazit: ich weiss nicht, welche Zielgruppe angesprochen werden soll, aber fuer Anfaenger als auch fuer Fortgeschrittene halte ich es - gerade fuer den doch sehr hoch angesetzten Preis - fuer eine nicht sinnvolle Investition. Dann lieber doch als Sammler das Internet durchwandern. Und auf jeden Fall auf die (hoffentlich korrigierte!) naechste Ausgabe warten!
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