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Erwartungen nicht erfuellt. Thema verfehlt. September 27, 2008 Petra Fischbck (Duesseldorf, Germany) 2 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Titel ist sehr vielversprechend, die Beschreibung auch. Das klingt nach einem typischen Selbsthilfebuch, das einem anhand vieler Beispiele zeigt, wie man Grenzen setzt, um so mehr Zufriedenheit in seinem Leben zu erreichen. Und wer beim Anblick dieses Titelbildes nicht sofort an "Die Moewe Jonathan" denken muss, hat das Buch von der Moewe, die sich zu Hoeherem berufen fuehlt, wohl nicht gelesen. Ich habe mir das Buch also bestellt und mich darauf gefreut. Aber ich wurde sehr enttaeuscht. Der einzige Ratschlag, der hier dem Leser mitgegeben wird, ist dieses "ich stehe nicht mehr zur Verfuegung", das offenbar in allen Lebenssituationen anwendbar ist. Manchmal mag es nuetzlich sein, z.B. wenn man einem aggressiven Menschen begegnet und diesem fuer die Aggressionen "nicht mehr zur Verfuegung" steht. Wenn man das kann, ist es sicher eine gute Moeglichkeit, mit so einer Situation umzugehen. Aber an anderen Stellen finde ich die Einstellung, die der Autor hier geradezu predigt, einfach nur verletzend. Ein Beispiel, mit dem er hofft, dem Leser seine Lebenseinstellung nahezubringen, ist die Trennung von einer seiner ehemaligen Partnerinnen. Nach der Trennung hatte er irgendwann das Gefuehl, es sei nun an der Zeit fuer ein freundschaftliches Treffen. Und bei diesem Treffen ergab es sich "ganz von selbst", dass man noch einmal intim miteinander wurde. Fuer den Autor war das in Ordnung, alles war gut. Seine Partnerin hatte sich allerdings mehr erhofft. Aber er "liess dieses Gefuehl ganz bei ihr" und stellte sich fuer ihre Verletztheit nicht zur Verfuegung ... Mit so einer Lebenseinstellung kann ich nichts anfangen. Sie hat fuer mich nichts mit Spiritualitaet zu tun. Das ist blanker Egoismus. Das Buch geht ausserdem sehr detailliert auf Familienaufstellungen ein. Das ist zwar interessant, war aber nicht wirklich das Thema des Buches. Ausserdem wirken die im Buch erzaehlten Fallbeispiele nicht lebendig. Da wird ein Vorname genannt, dann wird auf vier oder fuenf Zeilen beschrieben, was diese Person getan hat, und dann kommt oft schon ohne Ueberleitung, ohne Erklaerung der naechste Name, das naechste "Beispiel". Ich kenne solche Fallbeispiele aus anderen Selbsthilfebuechern, und normalerweise lese ich sie sehr gerne. In diesem Buch wirken sie hoelzern und leer. Ich kann dieses Buch nicht empfehlen. Kaufen Sie sich lieber ein anderes, auch wenn das Titelbild noch so schoen ist.
Langweilig September 21, 2008 cangrejita (Karlsruhe) 3 aus 7 fanden die folgende Rezension hilfreich
Bis zur Haelfte habe ich mich durchgekaempft. Dann aufgegeben. Ich finde das Buch weder zielfuehrend noch hilft es auf dem schwierigen Weg wider die Verdraengung und fuer das selbstbestimmte Leben. Mir gefaellt und hilft (extrem) viel besser Harriet Lerner: Angst, Furcht und Scham.
viel zu viel September 4, 2008 Sibylle Helesic 4 aus 7 fanden die folgende Rezension hilfreich
und viel zu langatmig. Was andere vielleicht brauchen und wunderbar finden, sind die "wissenschaftlichen" und "philosophischen" Zitate und Belege. Die Essenz ist ja gut, einfach und richtig. Hoere genau hin was jemand Dir sagt, spuere genau hin, was wo und wie ankommt bei dir, trenne dich von Schwaetzern und Schuldzuweisern. Das alles haette man in weniger Seiten viel klarer und kompakter verpacken koennen. Ich habe mich durch das Buch gequaelt um die relevanten Stellen zu finden und nur wenige gefunden. Zudem ist das Thema nicht neu unter der Sonne und in anderen Buechern auch schon besser lesbar ausgefuehrt.
Vielfalt und Eigenwilligkeit August 29, 2008 Ursula Kirsch 2 aus 3 fanden die folgende Rezension hilfreich
Vorrangig befriedet mich die Vielfalt des Gelesenen zutiefst. Mich blickt darin Olaf, dessen Arbeit ich vor ueber 5 Jahren kennen lernte, mit seinen ganzen Ueberzeugungen und geistigen wie emotionalen Vielfaeltigkeiten auf allen 251 Seiten innigst an. Befriedet deshalb, weil ich den Autor schon vor Jahren so erlebte, dass er sich ganz der Erforschung dieses ihm sehr eigenen Themas, der des Freien Aufstellens, widmet und ich selber diesen persoenlichen Prozess des GanzEigenen in meiner Weise kenne. Ein solcher besitzt eine enorm aufrichtende Kraft, eine erschaffende, schoepferische Wirkung, in dem es, frei von Veraenderungswuenschen, letztlich ums SEIN geht. Ums pure SEIN des bisher Gewordenen. Und so erlebe ich die reichhaltigen Zitate und Literaturhinweise und das intensive emotionale Mitgenommenwerden bei den Aufstellungsbeschreibungen als den universalen Reichtum von Olaf, den er emphatisch denen, die ihm persoenlich oder lesend begegnen, zur Verfuegung stellt. An allem Gesammelten und Erforschten koennen wir teilhaben und uns davon jene Fruechte pfluecken, die uns im Umgang mit uns und den Mitmenschen dienen. Dafuer danke ich! Von Herzen!
flach und verwirrend August 24, 2008 Moana 6 aus 11 fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Interessanteste an diesem Buch ist der Titel. Der Schreibstil und der Aufbau des Buches sind schon als grauenvoll zu bezeichnen. Die Erklaerungen zum Thema "systemische Aufstellungen" wirken verwirrend und oft zusammenhangslos. Dafuer sind einige der Zitate wirklich sehr schoen und auch hilfreich. Manche der vorgeschlagenen Uebungen erscheinen recht brauchbar doch sind sie oft ebenso verwirrend erlaeutert. Die aus dem Leben gegriffenen Beispielgeschichten sind mehr als flach und ohne grosse Aussagekraft. Wirklich empfehlen kann ich das Buch niemandem....
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