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Regeln fuer den Menschenpark: Ein Antwortschreiben zu Heideggers Brief ueber den Humanismus

Regeln fuer den Menschenpark: Ein Antwortschreiben zu Heideggers Brief ueber den Humanismus
Autor: Peter Sloterdijk
Urheber: Peter Sloterdijk
Verleger: Suhrkamp

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Neu (43) Gebraucht (6) Sammlerstück (1) ab EUR 0,90

Bewertung: 3.5 von 5 Sternen 3 Rezensionen
Verkaufsrang: 15850

Medium: Taschenbuch
Ausgabe: Neuauflage. Sonderdruck.
Seiten: 60
Versandgewicht: 0.2
Maße (innen): 7.9 x 4.7 x 0.6

ISBN: 3518065823
EAN: 9783518065822

Publikation: Oktober 30, 2008
Verfügbarkeit: Gewoehnlich versandfertig in 24 Stunden

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Kundenrezensionen:

3 von 5 Sternen beruehmt durch Trommelruehren und Klamauk ...   März 27, 2005
FrizzText (Wuppertal)
18 aus 40 fanden die folgende Rezension hilfreich

Man fragt sich manchmal, warum Sloterdijk so beruehmt geworden ist. Weil er so verquast formuliert, dass man es fuer gescheit halten muss? Oder weil er so geschickt verquast, dass man seine unterschwellige Tendenz, die man streckenweise doch wohl als politisch nicht korrekt einstufen muss, nicht wirklich dingfest machen kann? Am fragwuerdigsten ist ohne Frage das Buch mit der Abhandlung des Menschenzucht-Gedankens. Wer sich intensiv mit Nietzsche beschaeftigt hat wie Sloterdijk, der ja auch wissen muss, wie freudig dieser Denker vom dritten, tausendjaehrigen Reich adaptiert worden ist, der muesste sich eigentlich hueten, zu faseln vom "Menschentreibhaus", von "Stichworten zur historischen und prophetischen Anthropologie". Subversiv zu sein, grinsend, gallertartig, nicht zu fassen - das mag ja manchem sympathisch erscheinen - mir gefallen die Denker besser, die nicht hoehnisch Unverschaemtheiten auf die Spitze treiben, sondern die den Kern des Philosophierens nicht verdraengt haben: eine staendige Bereitschaft zur Selbstkritik, zum Respekt vor dem dialektisch zu erblickenden Gegenteil - und die nicht Philosophie missbrauchen zu einem rhetorischen Spielfeld, in welchem Manipulation, versteckte Herrschsucht und Arroganz sich selbstbelustigt als erneut hoffaehig definieren. Es mag vielleicht absurd wirken, aber ich gebe diesem Buch 5 Sternchen: nicht, weil ich dahinterstehe, sondern weil man es gelesen haben muss, um beurteilen zu koennen, ob man noch hinter Sloterdijk stehen kann ...


4 von 5 Sternen Wer unket so spaet ... ?   Juni 28, 2004
Michael Baumann (Uedem, Niederrhein)
17 aus 22 fanden die folgende Rezension hilfreich

Mit dieser Schrift beweist P. Sloterdijk, dass er ein Fuchs ist. Jedenfalls hat er verstanden, wie man sich in Szene setzt und Reden von sich macht. Andererseits gilt nach einem Diktum Heideggers, den Sloterdijk in seine Argumentation einbezieht, dass wahre Philosophie nur diejenige sei, die auf der Hoehe ihrer Zeit ansetze. Man werfe dem Text alles vor, nur ueber eines sind wir doch wohl alle einig: Gentechnik und die Folgen fuer den (zukuenftigen ?) Menschen, wie fuer die gegenwaertige Ethik/praktische Philosophie ist brandaktuell. Und wohl auch dringend: wir muessen in dieser schwierigen Frage zumindest anfangen, produktive Loesungsansaetze zu entwerfen. Mit irgendwelchen "Ethik-Kommissionen" (deren Ergebnisse denen des Hornberger Schiessens gleichen), oder gar irgendwelchen erhitzten Stammtischdiskussionen (die leicht nach "Rechts" abdriften), ist dem Problem nicht beizukommen. Und es handelt sich um ein Problem, von deren Stellung, die der Mensch dazu bezieht, nichts weniger als der Forbestand oder das Verschwinden der Gattung abhaengt. Und genau das ist es, wenn ich recht verstanden habe das, was Sloterdijk mit "Codex der Anthropotechniken" meint. Es geht mitnichten darum, dem empoerten Publikum die Meinung Peter Sloterdijks zur "Menschenzuechtung" zu praesentieren; es geht darum, eine wichtige Diskussion, eine bewusstmachung zu initiieren. Die provokante Art, wie dies hier geschieht, ist Geschmackssache; andererseits ist es heute im Zeitalter der Allmacht der (Skandal)medien nicht mehr so einfach, sein Anliegen einer groesstenteils Sensations- und Blutruenstigen Oeffentlichkeit nahe zu bringen.
Alles in allem aber wuerde ich sagen, Sloterdijk als Faschist zu stempeln, schiesst am Ziel vorbei, das ist eine Interpretation, die ich als unannehmbar bezeichnen wuerde. Allerdings bequem fuer diejenigen, die auch weiterhin bei schwierigen Themen wie diesem lieber zu Allgemeinplaetzen als zum Nachdenken tendieren.



3 von 5 Sternen Peter Sloterdijk provoziert seine Leserschaft   Februar 29, 2000
7 aus 13 fanden die folgende Rezension hilfreich

Peter Sloterdijk stellt in seiner urspruenglich auf Schloss Elmau gehaltenen Rede zwei sehr umstrittene Thesen auf. 1. der Humanismus ist tot. 2. Wir brauchen zur Menschenzuechtung einen Codex der Anthropotchniken. Er bezeichnet seine Rede als Nachtstueck, was die gedanklichen Brueche und Unstimmigkeiten innerhalb des Textes literaturwissenschaftlich entschuldigt. Das Buch ist lesenswert, aber noch mehr diskussionswuerdig, weil die Thesen, die er aufstellt, nicht im Raum stehen bleiben sollten. Da der Humanismus auf dem Medium der Schrift basiert, zeitgenoessich das Lesen aber durch andere Medien ersetzt (?) wird, ist der Humanismus, oder die Weiterverbreitung des Humanismus am Ende. Dies ist meiner Meinung nach eine vollkommene Unterschaetzung des humanistischen Gedankens, der sich auch ueber andere Medien transportieren liess, laesst und lassen wird. Seine apokalyptischen Gedanken bezueglich der Zuechtung und Optimierung menschlicher Wesen "nach zuechterischem Koenigswissen" ist eine Vision, zu der er nicht Stellung nimmt. Er sieht sie voraus, wird aber seiner Rolle als Philosoph, indem er nicht gegen oder auch fuer eine solche Zukunft plaediert, nicht gerecht. In der an die Rede sich anschliessenden Debatte, die vorwiegend in der ZEIT, der FAZ und der WELT stattfand, fuehlte er sich missverstanden. So, wie die Rede geschrieben ist, liegt der faschistoide Unterton allerdings auf der Hand. Ich wuerde mir sehr wuenschen, dass Herr Sloterdijk ehrlich Farbe bekennen wuerde zu seiner Vision, damit man die Moeglichkeit erhaelt, sich konstruktiv gegen oder fuer sie auszusprechen.



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