Sein und Zeit | 
| Autor: Martin Heidegger Urheber: Martin Heidegger Verleger: Niemeyer, Tuebingen
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Bewertung: 13 Rezensionen Verkaufsrang: 14323
Medium: Gebundene Ausgabe Ausgabe: 19. A. Seiten: 445 Versandgewicht: 1.5 Maße (innen): 8.6 x 5.9 x 1.3
ISBN: 3484701536 Dewey Dezimalzahl: 142 EAN: 9783484701533
Publikation: September 1, 2006 Verfügbarkeit: Gewoehnlich versandfertig in 24 Stunden
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| Kundenrezensionen: Gelesen 8 mehr Rezensionen...
Unsinn als Jahrhundertwerk verkauft Mai 28, 2009 Jean Luc Picard 2 aus 6 fanden die folgende Rezension hilfreich
Wenn man seine Philosophie verschluesseln muss und nur ein elitaerer Kreis in der Lage ist die Symbole zu deuten, dann kann man sich eigentlich nur wundern, warum dieses Buch nicht mehr zur Sau gemacht worden ist als sowieso schon. Wo ist das kleine Kind aus des Kaisers neue Kleider, das da geschrieen hat, aber er hat ja gar keine Kleider, er ist nackt. Dann erst haben es alle begriffen. Heidegger hat sich Hitler kurzfristig an den Hals geworfen, dabei musste er , wie Petrus, seinen Mentor Husserl dreimal verleugnen, bevor der Hahn kraehte. Nach dem Krieg interpretierte er vor allem Hoelderlin Gedichte. Paul Celan hat sich mit Heidegger auf dessen Berghuette getroffen und hat anschliessend Selbstmord begangen. Natuerlich muss man das nicht Heidegger in die Schuhe schieben, aber er konnte Celan nichts von Bedeutung vermitteln oder ihn aus seiner Depression heraushelfen. Intellektuellen Fachidioten wie Sartre oder Camus hat er dagegen viel gegeben.
Jahrhundertwerk Dezember 23, 2007 Rezensentin/Rezensent 1 aus 8 fanden die folgende Rezension hilfreich
Wer Heidegger liest, der begreift erst richtig, dass das Sein des Seienden insofern Seiendes ist als das Seiende innerhalb des Seins wiederum Sein hervorbirgt. Das Entgrenzende ist somit das je Gemeinte innerhalb des Nicht-Gemeinten, was aber wiedrerum das Seinde entbirgt. Das somit als "man" bezeichnete indefinite Sein ist ontologisch betrachtet dem Seienden die Quelle des Soseins im Seienden ansich. Dank an Heidegger fuer diese Erkenntnis.
Selbstdarstellung gepaart mit Hypergenialitaet ???? November 23, 2007 Niemand (Erde) 7 aus 13 fanden die folgende Rezension hilfreich
Man(n) moege mich pruegeln und mir vorwerfen aufgrund des neu erfundenen Sprachduktus von Heidegger nicht in der Lage zu sein etwas zu verstehen. Sicherlich ein ganz gewaltiges Buch ueber das Sein, den Sinn des Sein des Seins und des( ewig ) Seiendem und der Angst vor dem Tod. Mir stellt sich allerdings immer wieder die Frage bin ich ein dummer Rookie oder haette man dies nicht auch allgemein verstaendlicher Schreiben koennen ????. Hier wird fuer mich Sprache auf dem hoechsten geistigen Niveau teilweise "vergewaltigt". Nun wer Heidegger's Leben studiert ( Hannah Arendt etc. ) weiss auch bei aller Genialitaet, dass er nur ein Sterblicher gewesen ist, der sich seines Koennens bewusst war und vielleicht grad deshalb ueber den Sprachstil seinen sicherlich verdienten philosophischen Ruhm gezielt genaehrt und dadurch gemehrt haben koennte.
Erhabene Groesse September 4, 2007 Mag iur Christoph Lahmer (Lutzmannsburg) 3 aus 9 fanden die folgende Rezension hilfreich
An den bisherigen negativ-kritischen (warum nicht?) bis voellig substanzlosen Rezensionen zeigt sich wiederum, warum so wenige Menschen Philosophie studieren: Weil die meisten leider nur sueffig konsumieren wollen ! Sie bedenken dabei leider nicht, dass ein Werk wie "Sein und Zeit" ueber Jahre erarbeitet werden will, es der tiefschuerfenden Auseinandersetzung bedarf. Dass Heidegger nicht einfach zu verstehen ist, ist unbestritten; hier setzt die umfangreiche Kommentarliteratur an. Schliesslich kann man Wittgenstein auch nicht "vom Blatt" lesen, was ja auch niemand ernsthaft erwartet. "Unser Mann aus Messkirch" hat ein monumentales Werk in die Welt gesetzt, dessen Tragweite fuer die kommenden Jahrhunderte bisher noch nicht einmal im Ansatz erforscht ist. Sartre hat das erkannt.
Oa Mordsgaudi Januar 26, 2007 Gunter (Passau) 15 aus 40 fanden die folgende Rezension hilfreich
Um es vorweg zu sagen: Heidegger ist derjenige unter den Philosophen, den ich immer am meisten mochte. Wenn es einen gibt, der die Moeglichkeiten des menschlichen Verstandes bis zum Ende ausgelotet hat, so ist es er - und "Sein und Zeit" ist das Meisterwerk. Weiter als auf 400 Seiten liebevoll das Wesen des Seins im Sein des gezeitigten Jetzt zu untersuchen und daraus die Schlussfolgerung zu ziehen, dass das Sein im Jetzt anwesend ist, kann man wohl nicht gehen. Nach Heidegger sehen alle Philosophen nur aus wie katholische Sonntagsschuljungens im Vergleich zum groessten Schlaeger am Ort. Und: Heidegger ist witzig - wer es vermag, das komoediantische Element im Ergebnis vierzigjaehrigen Schaffens an der Obergrenze des menschlichen Verstandes zu erkennen und herzhaft darueber zu lachen, dass der Verstand nach allen Irrungen und Wirrungen doch wieder nur an seinen Ausgangspunkt zurueckkehrt, der kann erkennen, dass eigentlich das Sein und das Leben an sich doch eine Mordsgaudi ist, die genossen werden sollte, statt sich grueblerisch in ihr zu verlieren. In diesem Sinne - Danke, Martin!
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