Seminare 1937/38 und 1941/42: 1. Die Metaphysischen Grundstellungen des Abendlaendischen ... Einuebung in das philosophische Denken. Gesamtausgabe Bd. 88: BD 88 | 
| Autor: Martin Heidegger Urheber: Martin Heidegger, Alfred Denker Verleger: Klostermann
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Medium: Broschiert Ausgabe: 1. Aufl. Seiten: 350 Versandgewicht: 1 Maße (innen): 8.2 x 5.8 x 1.1
ISBN: 3465035615 EAN: 9783465035619
Publikation: Mai 2008 Verfügbarkeit: Gewoehnlich versandfertig in 24 Stunden
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Leitfrage und Grundfrage. Nachtraege und Ergaenzungen fuer Spezialisten. August 21, 2008 H. Gebauer (Berlin) Der vorliegende Band enthaelt Seminarnotizen und Seminarprotokolle aus Heideggers produktivsten Jahren (ab 1936) in denen sich sein Ereignis-Denken in Auseinandersetzung mit "Sein und Zeit" Bahn brach. Grob gesagt zerfaellt der Band in zwei qualitativ hoechst unterschiedliche Teile. Teil EINS, der "Die metaphysischen Grundstellungen des abendlaendischen Denkens" behandelt, ist das Highlight des Bandes (Seite 1-144), Teil ZWEI, der sich mit "Der Einuebung des philosophischen Denkens" befasst hingegen (Schwerpunkt: Heraklit und Nietzsche), bietet leider nichts wirkliches Neues oder neue Klarstellungen, zu dem kommt hinzu, das der Text zu 40 Prozent aus Seminarprotokollen besteht, die nicht mehr als maessig und uninteressant sind. Der thematische Fokus des Bandes liegt also in der genaueren Exemplifizierung des Leitfragen bzw. Grundfragengefueges als philosophische Fragetechnik zur Anbahnung des anderen Anfangs in Auseinandersetzung mit dem ersten Anfang (Anaximander - Nietzsche). Dieses Gefuege ist ja gewissermassen die ereignistheoretische Neufassung der Problematik einer "Destruktion der Geschichte der Ontologie" wie es in "Sein und Zeit" heisst. Besonders interessant fuer den kundigen und fortgeschrittenen Leser sind die Abschnitte I, II und III des Bandes, die eben dieses Gefuege genauer erlaeutern. Hier wird zum einen das Da-sein in "Sein und Zeit" in Kontrast zum Da-sein des Ereignis-Denkens gebracht (I). In Kapitel II gibt eine genaue Skizze des Vorgehens der ereignistheoretischen Dekonstruktion des abendlaendischen Denkens. Hier ist besonders Heideggers Abgrenzung von Denken als Vollzug des Vorstellungscharakters des Denkens und dem Denken als philosophischen Vollzug der Instaedingkeit des Daseins hervorzuheben.In Kapitel III schliesslich werden Fragen, die das Kapitel "Der Sprung" aus den "Beitraegen" beruehren, noch einmal skizzenhaft durchschritten. Der Rest bietet nur noch Varianten von Gedanken, die in den "Beitraegen" bereits klarer zu finden sind. Dann flacht der Band leider ein wenig ab, weil Heideggers Notizen doch ein wenig sproede sind. Und leider bessere Formulierungen in den veroeffentlichten Text Heideggers (cf. seine Heraklit-Vorlesung und sein Nietzsche I+II)zu finden sind. Fazit: Nur drei Sterne, da der Band nur fuer Heidegger-Spezialisten geeignet ist, die mit den einschlaegigen Texten Heideggers (Beitraege, Besinnung, Metaphysik und Nihilismus, Feldweg-Gespraeche, Die Geschichte des Seyns, Ueber den Anfang) bereits bestens vertraut sind. Der Band ist also fuer Anfaenger definitiv nicht zu empfehlen. Auch Profis sollten wohl er erst alle Baende der III.Abteilung der Gesamtausgabe ihr Eigen nenne, bevor sie hier zuschlagen. 3 Sterne.
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