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Ein Muss in jeder literarischen Hausapotheke November 23, 2008 Nevermore (Konstanz) Entstanden 1934 in nicht allzu rosigen Zeiten, ist diese Geschichte immer noch - oder wieder - aeusserst aktuell und, wie ich finde, aeusserst trostspendend und aufrichtend. Das Buch wie auch der gleichnamige Film mit Paul Dahlke, Guenther Lueders und Claus Biederstaedt (warum gibt's den noch nicht auf DVD, verflixt?) schaffen es immer wieder, mich mit der boesen Welt zu versoehnen, wenn mal wieder alles schiefgegangen ist, und bringen etwas Licht in truebe, regennasse Tage... Ein junger, arbeitsloser, aber begabter Werbefachmann findet im Berlin der dreissiger Jahre trotz heftigster Bemuehungen keine Anstellung, jedoch gewinnt er ein Preisausschreiben nach dem anderen. Der Gewinn im letzten davon fuehrt ihn 14 Tage lang zum Winterurlaub in ein Luxushotel in den Bergen. Obwohl er sich nicht viel davon verspricht, laesst er sich von seiner Mutter ueberreden, hinzufahren. Gleichzeitig trifft dort aber auch der Inhaber der Firma ein, die das Preisausschreiben veranstaltet hat: der Millionaer Tobler. Er ist, trotz seines vielen Geldes, ein Philantroph und uebermuetiger Entdecker, der die Menschen kennenlernen will. Er verkleidet sich also als armer Mann, um die Wirkung von Armut auf Reichtum zu testen. Zwar nimmt er seinen Diener Johann mit, verbietet ihm aber strikt, ihn zu "kennen". Seine Tochter macht sich Sorgen um ihren lebenslustigen Papa und alarmiert das Hotel: es wuerde ein vorgeblich armer Mann ankommen, der in Wirklichkeit aber suendhaft reich sei, man moege ihm doch bitte die Suppe versalzen und ihn verwoehnen... Kein Problem, verspricht das Hotel, um prompt den anreisenden armen Preisausschreibengewinner fuer den Millionaer zu halten und zu hofieren... Aus dieser Verwechslung entwickelt sich eine wundervolle Geschichte, in der es nur vorrangig um "Arm" und "Reich" geht. Vielmehr ist es eine typische Kaestner'sche Parabel auf menschlich allzumenschliches, eine koestliche Studie ueber Freundschaft, Unschuld, Liebe, Ehre, Neugier und Mut...
ein wirklich brillantes werk September 4, 2008 Mr Buch (NRW) Ein wirklich gelungenes, mehr als lesenwertes, Buch, welches, damit ich nicht zuviel verrate, halte ich mich durchaus kurz, einfach so zu verschlingen ist. Es macht einfach Spass, jenen verkleideten Leuten zu folgen, wie sie immer wieder an Problemen vorbeischrammen, und dieses staendig besser werdende Treiben zu betrachten. Ich persoenlich erwartete ein ganz anderes Ende, umso mehr musste ich lachen, als ich dieses Ende zu lesen bekam. Ich lachte beim Durchlesen dieses Romans musste ich mehrmals lachen, am Ende am meisten. Das Buch ist einfach immer lesenswert und spaetestens in einem Jahr werde ich dieses Buch einfach nochmal lesen muessten, weil es soviel Spass bereitet hat.
Unterhaltsam bis zur letzten Seite Juli 20, 2007 Leseratte 0 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich
Eine Verwechslungskomoedie, die auf amuesante Weise Klassenunterschiede aufs Korn nimmt. Trotz der vielen Ungerechtigkeiten, die in dem Roman geschehen, kam ich dank Kaestners Humor aus dem Schmunzeln nicht heraus. Dieses Buch war das pure Lesevergnuegen,originell und viel zu kurz!
Einfach herrlich Mai 10, 2007 Michael Kahnt (Hamburg) 2 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich
Kaestner, neben Fontane, Hesse und Verne mein Lieblingsautor, zu loben, faellt mir nicht schwer. Ein wunderbares Buch. Eine herrliche Geschichte aus der guten alten Zeit voller Witz und Humor. Ein Buch voller Leichtigkeit mit Charakteren, die den Leser mitreissen, mitleiden und fuehlen lassen. Ein Buch, dessen Sprache den Leser einfaengt. Und auch ein Buch als Kritik an alten verhaerteten Gesellschaftsvorstellungen. Tobler(Schulze), Hagedorn und Kesselhuth. Drei Maenner, die man gern kennenlernen moechte. Was mich immer wieder fasziniert an Kaesterns Buechern ist die Tatsache, dass man von der ersten Seite an Spass hat, von der ersten Seite an hat man Lust auf mehr, auf alles, auf das ganze Buch ohne es wegzulegen.
Unterhaltsam!! Dezember 2, 2006 WOLKE (Bibliothek) 3 aus 6 fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Millionaer Herr Tobler gewinnt- als armer Herr Schulze- bei einem Preisausschreiben seiner eigen Firma den zweiten Platz.Er und der Gewinner des ersten Platzes, Herr Hagedorn, fahren in ein Luxushotel. Herrn Toblers Tochter Hildegard jedoch ruft im Hotel an und warnt den Direktor vor, dass ein Multimillionaer als armer Mann verkleidet kommen wird.Allerdings haelt man Herrn Hagedorn fuer den Millionaer und Herr Tobler muss in einer nicht geheizten Dachkammer mit schraegen Waenden schlafen. Was Herr Kesselhuth,der Diener von Tobler,der sich als Schiffslinienbesitzer ausgibt, entruestet als unzumutbar abstempelt. So kommt es zu einem lustigen Verwechslunchsspiel, in dem haeufig Bemerkungen vorkommen, ueber die man sich totlachen koennte.
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